Auftaktveranstaltung Zukunftscharta
"EINEWELT – Unsere Verantwortung"

1. April, Berlin

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat am 1. April die Diskussion für eine gemeinsame Zukunftscharta „EINEWELT – Unsere Verantwortung“ gestartet. Vor mehr als 350 Teilnehmer/innen aus allen gesellschaftlichen Bereichen sagte der Minister in seiner Auftaktrede: „Wir müssen die Globalisierung so gestalten, dass sie den Menschen dient. Markt braucht Regeln und Macht braucht Grenzen. Nachhaltigkeit muss das Prinzip aller Entwicklung, ja allen Tuns sein.“

Das nahende Entwicklungsjahr 2015 habe den Anlass dafür gegeben, den Prozess zur Zukunftscharta zu beginnen: Im kommenden Jahr laufen die Millenniumsentwicklungsziele aus. Die internationale Gemeinschaft wird eine neue Agenda für nachhaltige Entwicklung verabschieden. Die Klimakonferenz in Paris soll sich im Dezember 2015 auf ein verbindliches Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll einigen. Zudem wird 2015 das Europäische Jahr der Entwicklung sein, und Deutschland wird die G8-Präsidentschaft innehaben.

Der Zukunftscharta-Prozess soll in eine nationale Partnerschaft münden mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, den Kirchen und Stiftungen sowie Ländern und Kommunen. Das Entwicklungspolitische Forum der GIZ begleitet im Auftrag des BMZ den gesamten Prozess. In seiner Eröffnungsrede hob Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hervor, dass jeder eingeladen ist, sich an dem Prozess zu beteiligen: „Dabei gibt es keine Denkverbote, keine Parteigrenzen. Wir wollen uns hörbar in die Zielformulierungen der Post-2015-Agenda einbringen.“

Müller sagte, die Globalisierung müsse so gestaltet werden, dass dabei Grenzen gesetzt werden -„wir können nicht auf Kosten anderer leben.“ Er verwies auf die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit - die ökonomische, die ökologische, die soziale und die politische und kulturelle Dimension der Nachhaltigkeit -, die die weitere Diskussion um die Inhalte der Zukunftscharta strukturieren werden. So wird es zu den vier Dimensionen sowie zum Thema „Globale Partnerschaft“ in den kommenden Monaten jeweils eine Fachveranstaltung geben.

Parallel zu diesen Veranstaltungen wird der Dialog fortlaufend über die Web-Plattform www.zukunftscharta.de geführt. Ende November wird das vergemeinschaftete  Zukunftscharta-Dokument im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Abschlussveranstaltung präsentiert, kündigte der Minister an. Ihr werde er die Ergebnisse für die Verhandlungen zur Post-2015-Agenda und die G8-Präsidentschaft offiziell übergeben.