EINEWELT-Zukunftsforum

24. November, Berlin

Bei einem EINEWELT-Zukunftsforum mit über 100 Initiativen und rund 3.000 Gästen hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Zukunftscharta an Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht. Die knapp 60 Seiten starke Charta mit dem Titel "EINEWELT – unsere Verantwortung" gibt Empfehlungen für nachhaltiges Handeln in verschiedensten Lebensbereichen – ob in der Politik, der Wirtschaft oder im Alltag jedes Einzelnen.
Bundesminister Müller: "Es gibt nicht mehr eine erste, zweite, dritte Welt. Es gibt nur noch die EINEWELT, für die wir alle Verantwortung haben. Die Welt braucht Zukunft, die Welt braucht Werte für globales Wirtschaften und Handeln." Hierfür biete die Zukunftscharta konkrete Lösungsansätze.
Wichtig sei der verantwortungsvolle Umgang mit den weltweiten Ressourcen – und zugleich die Bewahrung der Schöpfung: "Ohne Luft, ohne Klima, ohne Atmosphäre gibt es kein Leben", so der Minister.

Bundeskanzlerin Dr. Merkel mit der Zukunftscharta (Fotos: GIZ/Ralf Rühmeier und Frederic Schweizer)
Bundeskanzlerin Dr. Merkel mit der Zukunftscharta (Fotos: GIZ/Ralf Rühmeier und Frederic Schweizer)
Bundeskanzlerin Dr. Merkel (Fotos: GIZ/Ralf Rühmeier und Frederic Schweizer)
Bundeskanzlerin Dr. Merkel (Fotos: GIZ/Ralf Rühmeier und Frederic Schweizer)

Die Zukunftscharta ist das Ergebnis eines breiten Diskussionsprozesses, an dem sich viele gesellschaftliche Gruppen, Hilfsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaft und Politik beteiligt haben. Deutschlandweit konnten sich alle Interessierten an der Entstehung beteiligen und ihre persönlichen Ideen und Vorstellungen in die Diskussion einbringen.


Dafür gab es besonderes Lob von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Es sei wichtig, dass "diese Charta von unten entstanden ist – ein einmaliger oder zumindest seltener Prozess", lobte Merkel. Zugleich appellierte sie: "Unsere internationale Glaubwürdigkeit hängt davon ab, ob wir diese Ziele auch wirklich leben" und sprach sich für eine "globale Partnerschaft aus, die sich im Alltag auf möglichst viele Menschen auswirkt".

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (Fotos: GIZ/Ralf Rühmeier und Frederic Schweizer)
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (Fotos: GIZ/Ralf Rühmeier und Frederic Schweizer)

Neben der Bundeskanzlerin hatte Minister Müller weitere Unterstützung aus dem Bundeskabinett: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks betonte die Verantwortung der Industrieländer beim Klimaschutz, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt setzte sich für eine nachhaltige Landwirtschaft ein, um alle Menschen ernähren zu können. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles forderte die Unternehmen auf, sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in aller Welt einzusetzen und bekundete ihre ausdrückliche Unterstützung für das von Minister Müller initiierte Textilbündnis.


Das EINEWELT-Zukunftsforum bildete mit der Übergabe der Zukunftscharta an die Kanzlerin den Abschluss des Zukunftscharta-Prozesses in diesem Jahr und ist gleichzeitig der Startschuss für das Entwicklungsjahr 2015.
Die in der Zukunftscharta formulierten Themen sollen dann in die neue internationale Agenda für nachhaltige Entwicklung einfließen. Zudem wird das BMZ jährlich Bilanz ziehen, was es zur Umsetzung der Zukunftscharta beigetragen hat.